3. Schulbildung
 
Wie stellen Sie sicher, dass Schulsozialarbeit mindestens im bisherigen Umfang dauerhaft und verlässlich aus Landesmitteln finanziert wird?
 
Anstatt die Schulsozialarbeit immer weiter auszubauen, wollen wir die Ursache, die dazu führen, dass Schulsozialarbeit für nötig gehalten wird, bekämpfen. In einem ersten Schritt werden wir Schulsozialarbeit nur noch dort finanzieren, wo ein nachgewiesener Bedarf besteht, etwa an Schulen in sozialen Brennpunkten. Sodann werden wir im Rahmen eines ganzheitlichen, alle Politikfelder umfassenden Ansatzes die Probleme, die der Schulsozialar-beit zugrunde liegen, angehen. Es kann nicht sein, dass wir uns dauerhaft da-mit abfinden, dass die Schulen Sozialarbeit anbieten, denn Sozialarbeit ist keine Aufgabe der Schule.

Mit welchen konkreten Maßnahmen wollen Sie den Lehrkräftemangel nachhaltig beheben und eine stabile Unterrichtsversorgung in allen Schulformen und Regionen sicherstellen?

Der Lehrermangel ist nicht eine Ursache, sondern ein Symptom der Bildungskrise. Es nicht schlecht um die Bildung, weil Lehrer fehlen, sondern, weil es schlecht um die Bildung steht, fehlen Lehrer. Diese Krise ist keine Krise des Geldes, sie ist eine Krise des Geistes. Die Schule wird mit einer Fülle nicht-schulischer, bildungsferner Aufgaben überlastet, sodass sie ihre eigentliche Aufgabe, Bildung und Wissen zu vermitteln, nicht mehr erfüllt. Wir werden die Schule wieder zu ihren eigentlichen Aufgaben befreien und so ein ideales Lernumfeld schaffen. Durch Sonderklassen für Flüchtlingskinder entlasten wir unsere Schulen. Es darf nicht sein, dass die Folgen einer verfehlten Einwanderungspolitik auf dem Rücken unserer Kinder abgeladen werden. Sodann beenden wir die Inklusion und sorgen in einem leistungsdifferenzierten Schulsystem für relativ homogene Klassen, weil ein relativ homogener Klas-senverband eine Voraussetzung für gemeinsame Lernziele und damit für das Gelingen von Bildung ist. Weiterhin wollen wir politische Indoktrination und Regenbogenpropaganda einstellen und die Schulen zu politischer Neutralität verpflichten. Die Schule soll keine richtige Meinung vermitteln, sondern Wissen. Verbunden damit werden wir die Schulen von viel Bürokratie entlasten. Alles in allem schaffen wir so ein Umfeld, in dem es wieder Freude bereit, Lehrer zu sein. Damit, und nicht mit wenigen hundert Euro mehr Gehalt als in anderen Bundesländern, werden wir die besten Lehrer nach Sachsen-Anhalt holen.

Wie wollen Sie die Bildungsinhalte an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen – insbesondere in den Bereichen finanzielle Bildung, digitale Kompetenzen und soziale Fähigkeiten?

Bildung lebt nicht von Innovation, sondern von Tradition. Ständige Reformen und Neuausrichtungen schaden dem Bildungssystem. Das, was man als „finanzielle Bildung“ beispielsweise bezeichnen könnte, beruht zu weiten Teilen auf Mathematik. Die Zinsrechnung, die Funktionsweise von He-belprodukten, die Preisbewegungen an der Börse lassen sich ohne solide Kenntnisse in Mathematik nicht verstehen. Wem diese Kenntnisse fehlen, bringt auch die „finanzielle Bildung“ nichts, und wer diese Kenntnisse hat, kann sich das, was die „finanzielle Bildung“ darüber hinaus zu bieten hat, leicht selbst aneignen. Ebenso gibt es keine digitalen Kompetenzen, sondern nur Kompetenzen transformiert ins Digitale. Wer mit gedruckten Texten nicht umgehen kann, kann auch nicht mit Texten auf dem Tablet umgehen. Es entsteht der Eindruck, dass immer neue „Kompetenzen“ erfunden und ihnen blu-mige Bezeichnungen gegeben werden, um über den im Hintergrund stehenden Bildungsverfall hinwegzutäuschen. Wir werden unseren Kindern echte Bildung, valides Wissen und harte Kompetenzen beibringen, wodurch wir sie bestmöglich auf die Zukunft vorbereiten.

Welche Strategien verfolgen Sie, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu verbessern?

Der Übergang von der Schule in den Beruf gestaltet sich am leichtesten, wenn die Schulabgänger über ein gutes Leistungsniveau verfügen. Ausbildungsbetriebe in allen Bereichen klagen darüber, dass die Kompetenz der Schulabsolventen zu wünschen übriglässt. Wir wollen schon in der Schule darauf achten, auch praxistaugliches Wissen zu vermitteln. Im Rahmen des Schulfachs „Informatik“ etwa soll nicht nur Programmieren, sondern auch die Anwendung der einschlägigen Bürosoftware (Word, Excel etc.) eingeübt werden.
 
CDU, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKEN, afd, SPD
 

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